10. August 2011: Road To Nowhere

Road To NowhereEs war einmal vor langer, langer Zeit (vor über 9.600 Tagen), da hießen die Abi-Bälle in "schönstem" Neusprech-Deutsch noch "Abi-Fête"; George Orwells Menetekel-Jahr 1984 war erst ein paar Monate lang friedlich entschlummert und auch ich hatte mein Reifezeugnis sicher in der Tasche - nicht ganz so gut, wie es hätte sein können, aber dank eines mir wohlgesonnenen Lehrerpaars doch noch deutlich besser als zu befürchten stand: im mittleren Zweierbereich. Kein Mensch ahnte zu jener Zeit, dass der große Bruder des "großen Bruders" uns dereinst in Gestalt eines blutjungen US-Amerikaners namens Zuckerberg begegnen würde und dass wir (fast) alle uns absolut freiwillig durchleuchten lassen würden...

Wie Millionen anderer Abiturientinnen und Abiturienten stapfte auch ich seinerzeit zu den seltsam kommerziell klingenden Tönen der damals brandneuen Talking-Heads-Single-Auskopplung mehr oder minder im Takt über die Tanzfläche "unserer" Abi-Fête in Köln-Neubrück...

Den Text aus der Feder des nur 14 Jahre älteren David Byrne zwar nicht wirklich verstehend aber in umgekehrt proportionaler (Mathe LK - einer der größten Fehler meines Lebens!) Inbrunst mitgrölend...

Erst über 26 Jahre später finde ich sie, meine ganz eigene "road to nowhere" - und dank google endlich auch Songtext und Sin(n).

Für meine Liebste, die damals noch in einer gänzlich anderen Welt lebte - aber das ist eine andere Geschichte und wird zu einer anderen Zeit erzählt werden -, und die die Bilder - zumindest vorgestern - nicht auf die Arbeit geschickt haben wollte, und ich liebe Dich.